»Der Schäfer von Hayingen« geht in die zweite Halbzeit
Reutlinger General-Anzeiger
15.08.09
HAYINGEN. Sie trotzen Wind und Wetter und spielen unter glühender Sonne mit derselben Begeisterung wie bei Regen, während ihr Publikum vor beidem gut geschützt ist unterm Dach der neuen Tribüne, und einfach nur genießen kann, was ihm die über 50 Laienspieler des Hayinger Naturtheaters auf der Freilichtbühne servieren. Gespielt wird dort noch bis 6. September immer samstags um 20 Uhr sowie an Sonntagnachmittagen um 14.30 Uhr das Familienstück »Der Schäfer von Hayingen« nach einem Roman von Martin Schleker unter der Regie von Peter Höfermayer.
Knapp 7 000 Zuschauer haben die humorvolle Geschichte bereits verfolgt, die von »Liebe, Lüge, Lust und einem schwarzen Schaf mittendrin« handelt: Vor allem Gruppen aus dem ganzen Land lockt das Spektakel an. In der zweiten Halbzeit der Spielsaison, die inzwischen begonnen hat, hoffen die Theaterleute noch deutlich zulegen zu können, damit auf jeden Fall noch die Zahl von 15 000 Besuchern erreicht werden kann und keine roten Zahlen geschrieben werden müssen, wie Marc-Philipp Knorr als einer der Hauptverantwortlichen des Hayinger Naturtheaters sagt.
Nach dem »Traumergebnis« von 2008 mit damals 16 622 Besuchern hadern die Laienspieler in dieser Saison etwas mit dem Wettergott: »Am Stück liegts nicht«, versichert Knorr, »die Leute lachen, sind begeistert«, doch wenn mal wieder Regen angekündigt sei an einem Wochenende, blieben viele Leute
einfach weg.
Dabei hat das Naturtheater seinen Zuschauern nicht nur ein Dach überm Kopf zu bieten, sondern auch wärmende Sitzkissen, durch die die Einzelschalensitze aus Plastik noch komfortabler werden. »Die Kissen sind aus reiner Schafwolle«, versichert Marc-Philipp Knorr, womit auch sie zum Stück passen, während
man sich bei der Bewirtung im Naturtheater nach wie vor an die bewährten Saitenwürstle, an Kässpätzle und Gulasch vom Rind und Schwein hält. (oel)