Geschichte:

"Pinocchio - Stückbeschreibung"

Szene aus "Pinocchio". Foto: NTH

Autor: Jürg Schlachter
Regie: Jürg Schlachter Musik: Uli Bühl

„Pinocchio“

Mitten im Wald findet der Schreiner Gepetto ein Stück Holz, wie so oft in seinem langen Leben. Als dieses Stück Holz aber zu zappeln und zu sprechen anfängt, da ist der arme Mann doch ziemlich erstaunt. Das Stück Holz fordert ihn energisch auf zu schnitzen und Gepetto schnitzt was das Zeug hält. Und siehe da, als er mit der Arbeit fertig ist, hat er der kleinen Holzpuppe Pinocchio das Leben geschenkt. Gepetto hat sofort väterliche Gefühle und lernt seinem Sohn das Gehen. Diese neuerworbene Können nützt der kleine Bengel sofort aus und will abhauen, um in der Welt Abenteuer zu erleben. Gepetto fängt ihn wieder ein. Erst muss Pinocchio in die Schule. Der arme Mann verkauft seine beste Jacke und besorgt mit dem Geld ein Schulbuch für Pinocchio. Auf dem Weg zur Schule stößt Pinocchio auf ein Theater, und er ist vom Theaterdirektor Feuerfresser so fasziniert, dass er statt in die Schule lieber ins Theater geht. Als die „Marionetten“ wegen ihm die Vorstellung unterbrechen, will Feuerfresser den kleinen Holzmann bestrafen. Pinocchio fängt fürchterlich zu weinen an und erweckt Feuerfressers Mitleid. Er schenkt ihm fünf Taler und lässt ihn ohne Strafe gehen.Pinocchio will auf dem schnellsten Weg nach Hause.

Aber da halten Fuchs und Katze ihn auf. Sie haben beobachtet, dass Pinocchio Geld bekommen hat. Dieses Geld wollen sie ihm abnehmen und berichten ihm von einem angeblichen Wunderfeld, wo er seine Taler nur einzugraben braucht. Dann würde aus der Erde ein Goldbaum wachsen und er können mit dem vielen Geld seinem Vater ganz viele Geschenke machen. Pinocchio beschließt mitzugehen und freut sich schon darauf, seinen Vater Gepetto zu überraschen

...Von der Geburt einer kleinen, sperrigen Holzpuppe bis zum verantwortungsvollen Erwachsenen aus Fleisch und Blut ist es ein weiter Weg. Und dieser Weg ist die Geschichte von Pinocchio, der wohl berühmtesten Holzpuppe der Welt. Er stolpert durchs Leben, fällt hin, steht wieder auf, rennt weiter und landet bereits im nächsten Abenteuer: Da ist eine Grille mit ständig guten Ratschlägen, die aber kein Kind hören will, ein herumbrüllender Theaterdirektor (mit dem Herz am rechten Fleck), ein betrügerischer Fuchs und eine falsche Katze, und – natürlich! – eine wirklich gute Fee, die dem kleinen Kerl immer hilfreich zur Seite steht. Da ist ein Richter, der ihn wegen „Dummgläubigkeit“ ins Gefängnis steckt und ein Freund, mit dem er ausbricht und sich auf den Weg ins „Spielzeugland“ macht. Er muss im Zirkus als „tanzendes Eselchen“ auftreten und als er erschöpft zusammenbricht, kommt eine gurrende Taube und fliegt ihn zum Meer. Pinocchio will seinen Vater retten, der von einem riesigen Walfisch verschluckt wurde ... Wenn Pinocchio zum Schluss seinen Vater wiederfindet hat er viel erlebt und manches gelernt.

Nachdem der „Gestiefelte Kater“ im Sommer 2012 so viele Besucherfreunde gefunden hat, hofft nun natürlich auch „Pinocchio“ ebenso zahlreichen kleinen und großen Zuschauern seine Geschichte erzählen zu können und mit ihnen Freundschaft zu schließen. Es erwartet Euch eine Geschichte voller Witz, ein bisschen Grusel, einige Erkenntnisse über die Freuden und Gefahren der Abenteuerlust und ganz viel Musik ... und wer weiß: Wenn Sie nach der Vorstellung noch ein wenig durch den Wald spazieren finden Sie vielleicht ein Stück Holz, das spricht. Sie nehmen es mit nach Hause und fangen an zu schnitzen und ... lassen Sie sich überraschen!