Geschichte:

Reutlinger Generalanzeiger 11.7.2006

Gottlob verfügt das Naturtheater Hayingen über fabelhafte Darsteller, die sich souverän bewegen und hervorragend (schwäbisch) sprechen. Um diese teilweise vom Kleinkindalter an ins Ensemble gewachsenen Amateurschauspieler dürfte sie so manche Bühne beneiden. Ihretwegen bringt ein Besuch des diesjährigen Sommerstücks auf der idyllischen Freilichtbühne im Tiefental immer Gewinn. Und zu Recht erhielten sie vom Premierenpublikum viel Applaus - mit dem ihnen auch Anerkennung dafür ausgesprochen wurde, dass sie im heftigsten Gewitterregen ungerührt weitergespielt hatten.

Zurückgekehrt nach einjähriger Abstinenz ist auch der musikalische Leiter Uli Bühl, der die Theaterferien am Hamburger Schauspielhaus für den Einsatz in Hayingen nutzt. Er empfindet mit zarten Melodien die Lyrik Walther von der Vogelweide nach und bringt mit etlichen Liedern Stimmung ins Spiel.

Großartig und farbenfroh sind die Kostüme (Gisela Schleker), so dass sich immer wieder prächtige Darsteller-Tableaus ergeben. Imponierend ist auch das fast komplett neu gestaltete Bühnenbild mit (gemalten) trutzigen Buckelquadermauern der Burgen und einem Wehrumgang aus Holzstämmen, entworfen von Ulrike Schlemm.

Regisseurin Isolde Alber, die im letzten Jahr schon »Jaaa, onser Schiller« inszeniert hat, setzt auf malerische Massenszenen. Zum Auftakt lässt sie die gesamte Spielerschar wie in einem Festumzug an der Zuschauertribüne vorbei ziehen. Später bewegt sich eine lange Prozession von sich geißelnden Büßern den Felsen herunter - und lässt sich willig zu Rittersekt und Würschtla verführen

Alb Bote, Reutlinger Nachrichten, Metzinger Uracher Volksblatt 10.7.2006 KK

Sockenweitwurf und andere Hayinger Rituale.

Mit viel Action, effektvollen Szenen, phantasievoll verpackter Heimatgeschichte, kämpferischen Bauern und der obligatorischen Pferdekutsche ist gestern Nachmittag wieder einmal eine Hayinger Premiere über die Bühne gegangen. Isolde Alber bringt das Historienspiel zwischen prächtiger Burgenkulisse mit viel Stimmung, Gesang, Tanz und lustigen Gags auf die Bühne. Selbst Problembär Bruno hat seinen Auftritt im wieder mal rebellischen  Naturtheaterstück von Hayingen.

Alb Bote, Reutlinger Nachrichten, Metzinger Uracher Volksblatt 10.7.2006 MB

Mit einer gelungenen Premiere wurde gestern Nachmittag die Saison im Naturtheater Hayingen mit dem „Schmied von Hayingen“ eröffnet. Mehr als 500 Besucher verfolgten das Schauspiel und tauchten ein in die Zeit der Ritter und Burgherren, der Leibeigenen und fahrenden Händler. „Hier wird Geschichte erlebbar gemacht“ meinte Landrat Thomas  Reumann begeistert und lobte das Engagement der zahlreichen Akteure. Allein schon Bühnenbild und die gesamte Kulisse4 können sich sehen lassen. Auch Gomadingens Bürgermeister Klemens Betz war voll des Lobs:„Diese Stück ist traumhaft und wird von klasse Schauspielern gespielt“ lautete seine Bewertung.

Alb Bote, Reutlinger Nachrichten, Metzinger Uracher Volksblatt 11.7.2006 KK

Am Ende tanzt auch Bruno in die Freiheit. Historienspektakel stellt mit Musik, Witz und Charme den rebellischen Charakter des zähen Völkchens heraus.

Kein Wunder, dass in Hayingen immer noch der Bär los ist, wenn es schon im Mittelalter so turbulent zugegangen ist:Im diesjährigen Sommerstück der Naturbühne zeigen sich die Hayinger mal wieder als äußerst wehrhaftes Völkchen. Isolde Alber inszeniert die Geschichte in und um die prächtige Burgkulisse (Bühnenbau:Eberhard Herb) herum.